Arbos - Gesellschaft für Musik und Theater



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"Ich sehe was, was du nicht siehst" - sprechende Hände

Zeitraum: April 2001 - Oktober 2003

Beteiligte Institutionen und Personen:
Arbos - Gesellschaft für Musik und Theater

Einbezogene Sprachen:
österreichische Gebärdensprache

Ziele und Inhalte, Beschreibung der Innovation:
Die Gebärdensprache der Gehörlosen ist in allen europäischen Ländern eine Minderheitensprache, die sich der Mimik, der Gestik und der Hände bedient. Sie ist eine vollwertige Sprache mit eigener Grammatik.
Ausgehend von Kinderreimen wird ein Theaterstück entwickelt, um gehörlosen und hörgeschädigten Kindern die Gebärdensprache (ihre Muttersprache!) und hörenden Kindern diese einzigartige Sprache als gleichwertige Kommunikationsform näherzubringen. Beginnend mit "Kribbelmärchen" über "Fingerspiele", "Handmärchen" werden mit "ersten Schritten" "unnütze Fragen" gestellt und gelöst und zu guter Letzt das ABC in Gebärdensprache gezeigt.
Gleichzeitig wird betont, dass es ganz normal ist, anders zu sein, d.h., es wird auch die soziale Akzeptanz von Minderheiten spielerisch vermittelt. Hier lernen die Kinder (aber auch die Erwachsenen) spielerisch den Respekt vor dieser Sprache, mit der die Mehrheit zum ersten Mal durch diese Form von Theater in Berührung kommt.

Erreichte und geplante Ergebnisse:
Die Gebärdensprache der Gehörlosen erreicht mit diesem Schul- und Theaterprojekt die Öffentlichkeit, d.h. einerseits die Medien und andererseits die Menschen. Im Jahr 2001 konnten bei 20 Vorstellungen 1085 BesucherInnen erreicht werden, für 2002 und 2003 sind insgesamt weitere 80 Vorstellungen geplant.
Das Projekt hat den Zweck, SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen zur weiteren Beschäftigung mit der Gebärdensprache zu animieren. Von den Kindern wird die Gebärdensprache als selbstverständlich angesehen und positiv angenommen.

Sprache(n):

Österreichische, Gebärdensprache