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Förderung der Schulsprachen
Europaratsprojekt „Languages in/for Education"
Europarat

Nicht alle Schüler/innen haben die gleichen Chancen im Bildungserwerb. Fast immer ist die Beherrschung der Schulsprache ein Schlüssel zum Erfolg. Languages in Education (LE) ist ein Projekt des Europarats, das Schüler/innen in ihrer sprachlichen Entwicklung fördern will. Fachleute aus den Mitgliedsstaaten entwickeln und diskutieren Maßnahmen und Rahmenbedingungen, die für Lernende, die die Schulsprache nicht ausreichend beherrschen, Verbesserungen bringen können. Sprache wird dabei als Lernmedium und Kommunikationsmittel in allen Fächern sowie als eigenes Fach analysiert.

© ÖSZ    

Languages of Schooling

Languages of Schooling bietet Informationen auf zwei Ebenen an:

  1. Eine interaktive Plattform beleuchtet die Schulsprachen aus verschiedenen Perspektiven (hier sind Studien, Berichte, Lehrpläne, Beispiele der guten Praxis zu finden) und unterstützt damit die Mitgliedstaaten in der (Weiter-) Entwicklung ihres differenzierten Umgangs mit den offiziellen Schulsprachen.
  2. Zusätzlich gründete die Language Policy Unit des Europarats das „European network for the linguistic dimension in curricula“, ein Netzwerk mit Vertreter/innen aus den Mitgliedsländern, das sich verstärkt der Förderung plurilingualer und interkultureller Bildung von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II inklusive Berufsbildung widmet. Dazu gehören z. B. die Entwicklung und Implementierung von Lehrplänen für plurilinguale und interkulturelle Bildung oder die Entwicklung von Kompetenzbeschreibungen in den Schulsprachen, die den Bildungserfolg sicherstellen sollen.

Mitwirkung des ÖSZ:

Mit der aktiven Teilnahme an den Konferenzen unterstützt das ÖSZ das Projekt durch thematische Fachvorträge und betreibt die Auswertung der wichtigsten Projektergebnissen im Hinblick auf die österreichischen Bedürfnisse und Schwerpunkte in der aktuellen Bildungspolitik sowie die Dissemination von Projektergebnissen.
Das ÖSZ leitete direkt von Languages of Schooling das Projekt Chancengerechte Wissensvermittlung in Deutsch (CHAWID) ab: Dabei werden Fachlehrer/innen in sprachlich heterogenen Klassen mit sprachsensiblem Unterrichtsmaterial unterstützt und fortgebildet, und gleichzeitig wird die fachsprachliche Kompetenz von Schüler/innen mit Migrationshintergrund und/oder sprachlichem Förderbedarf erhöht.
Zusätzlich entstanden als Folge des Europarat-Programms zu Languages of Schooling (durch den Austausch mit Expert/innen) zwei weitere Projekte am Fachdidaktikzentrum der GeWi-Fakultät Graz unter der Leitung von Prof. Sabine Schmölzer-Eibinger in Kooperation mit der (damals noch) BMUKK Sektion II/Abteilung Berufsbildende Schulen: „Didaktisches Coaching für den Unterricht in mehrsprachigen Klassen" und die Publikation „Sprache in Schulbüchern".

Das Projekt „Umfassende Sprachförderung bei sprachlichem Förderbedarf" des BMBWF wird durch die thematische Arbeit an Fragen der Schulsprache ebenfalls beeinflusst. Dieses Sprachförderkonzept entwickelt in mehreren Modellregionen sowohl die integrative Förderung als auch Sprachförderkurse zusätzlich zum Unterricht. Das ÖSZ ist in den Entwicklungsprozess eingebunden.

Insgesamt leistet die Förderung der Schulsprachen einen wesentlichen Beitrag zur inklusiven Bildung, die auch vom ÖSZ unterstützt wird. Aus diesem Grund führte das ÖSZ ein Projekt mit dem Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarats „Promoting inclusive, plurilingual and intercultural education“ durch. Ziel dieses Mediationsprojekts war es, EFSZ-Publikationen zur Förderung plurilingualer und interkultureller Bildung in Europa in Verbindung mit nationalen Aktivitäten voranzubringen.